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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Revisionsbewegung (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Ringen um eine neue Verfassung

Der Patriotische Verein

Nachdem 1861 eine Volksbewegung die Revision der Verfassung gefordert hatte, begannen sich langsam auch deren Gegner zu formieren. Am 13. Februar 1862 traten 50 Vertreter der politischen Elite zusammen und berieten über Gegenmassnahmen. Sie gründeten den Patriotischen Verein und veranlassten eine ausserordentliche Sitzung des Landrats. Dieser hiess mit allen gegen drei Stimmen den Antrag Martin Birmanns gut, die Frage der Verfassungsrevision schon bald zur Abstimmung zu bringen. Birmann argumentierte, die Revisionsbewegung habe die erforderliche Zahl Unterschriften bereits zusammen. Er sehe nicht ein, weshalb weiter gesammelt und gegen die bestehende Ordnung gehetzt werden müsse. Regierungs- und Landrat wollten so das Vorhaben durchkreuzen, die Unterschriften der absoluten Mehrheit Aktivbürger zu sammeln. Der Anführer der Revisionsbewegung, Christoph Rolle, befürchtete, sein Begehren könnte scheitern, falls öffentlich darüber abgestimmt würde und die Stimmberechtigten noch nicht eine Mehrheit im Rücken wüssten. Als der Regierungsrat die Abstimmung auf den 23. März 1862 festsetzte, gaben Rolle und seine Gefolgsleute deshalb die Parole aus, der Abstimmung fernzubleiben. Ihr Aufruf fand Gehör. Zwar stimmten 1659 Stimmberechtigte gegen und nur 194 für die Revision. 8470 von 10 323 Aktivbürgern aber boykottierten den Urnengang und liessen den Gegenstoss der Revisionsgegner ins Leere laufen. Eine erneute Abstimmung ergab am 18. Mai 1862 dann ein deutliches Ja zur Verfassungsrevision.

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