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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Baselland vor 1800 (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vom Herrenhof zur Kleinstadt

Stephan Gschwind-Stingelin (1854-1904)

Stephan Gschwind kam am 22. April 1854 in Therwil zur Welt. Dort verbrachte er seine Kinder- und Schuljahre. Er war zehn Jahre alt, als sein Vater starb. Schon als Kind musste er seiner Mutter auf dem Hof und in der Gastwirtschaft zur Hand gehen. Nach vier Jahren Bezirksschule wechselte er an eine weiterführende Schule in Basel. Bereits nach einem Jahr kehrte er der Schule den Rücken und bildete sich in verschiedenen Maschinenfabriken zum Mechaniker aus. 1873 kam er auf seiner Wanderschaft nach München. Dort trat er dem Schweizer- und dem Grütli-Verein sowie der Sozialdemokratischen Partei bei. 1875 kehrte er in die Schweiz zurück und liess sich in Oberwil nieder. Dort baute er eine Sägerei auf, welche mit den Jahren zur Parketterie und zum Baugeschäft expandierte. Gschwind war Verfassungs-, Land- und Nationalrat. Er war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, des Landwirtschaftlichen Vereins und der Freiland-Gesellschaft. Dem Verband der Baselbieter Grütli-Sektionen und dem Landrat stand er als Präsident vor. Er gründete den Bauern- und Arbeiterbund und redigierte über viele Jahre dessen Verbandsorgan. Stephan Gschwind war auch mit von der Partie, als die Birseck’sche Produktions- und Konsumgenossenschaft, die Elektra Birseck, die Pestalozzigesellschaft Oberwil oder der Oberwiler Frauenverein entstanden. Kurz nach der Jahrhundertwende erkrankte Gschwind an einem langwierigen und letztlich tödlichen Nierenleiden.

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