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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Gletscherströme

Die klassischen vier Eiszeiten wurden nach den Namen bayrischer Flüsse als Günz-, Mindel-, Riss- und Würmeiszeit benannt. Im Zuge neuer Forschungen ist klar geworden, dass es noch weiter zurückliegende Kaltzeiten gab. Vor allem aufgrund der Analysen von Pollen und Eisbohrkernen können die Klima- und Vegetationsveränderungen innerhalb der Eiszeiten mittlerweile mit relativ grosser Genauigkeit zeitlich eingegrenzt werden. Die klarsten Spuren hat die jüngste Kaltzeit, die Würmeiszeit, hinterlassen. Sie hat vor rund 90 000 bis 80 000 Jahren begonnen und zwischen 10 000 und 8000 Jahren vor der Gegenwart aufgehört. Sie ist gut zu erforschen, weil ihre Überreste nicht von einem nachfolgenden Gletschervorstoss umgestaltet wurden. Die grösste Vergletscherung herrschte in der Risseiszeit. Der Rhonegletscher bedeckte zu dieser Zeit eine Fläche von rund 25 000 Quadratkilometern. Er teilte sich über dem heutigen Genfersee in zwei Eisströme. Der westliche reichte bis Lyon, während der östliche ins Mittelland floss und sich über den Jura bis nach Liestal erstreckte. Im Mittelland vereinigte sich der Rhone- mit dem Rheingletscher zu einer riesigen Eismasse, deren Obergrenze auf 1200 bis 1400 Metern über Meer lag. Die am weitesten fortgeschrittenen Endmoränen lagen bei Möhlin und bei Füllinsdorf.

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