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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Bezug zur Stadt

Die Geschichte des Kunstschaffens im Baselbiet ist stark geprägt von der politischen Geschichte des Kantons Basel-Landschaft. Mit der Kantonstrennung 1833 wurde auch die bisherige Bindung zwischen städtischen Mäzenen und landschaftlichen Nachwuchskünstlern gelöst. Während fast 150 Jahren war nun die Kulturpolitik des jungen Kantons ausgerichtet auf Aufklärung und Identitätsbildung innerhalb des eigenen Territoriums – und damit mehr oder weniger direkt auch auf Abgrenzung gegen die so genannte Kulturmetropole Basel. Am deutlichsten wurde dieser Bezug in den Trennungswirren der 1830er-Jahre selbst. Im Auftrag beider Seiten, vor allem aber von baselstädtischen Patriziern ausgehend, verewigten regionale Künstler die Heldentaten der eigenen und die Schandtaten der gegnerischen Truppen. Es entstanden Serien von lithographierten Schlachtbildern, Karikaturen und Porträts von Anführern der beiden Lager. Die Brüder Johannes und Jakob Senn aus Liestal verkörpern die damalige Situation exemplarisch. Johannes Senn kehrte 1831 der Stadt Basel den Rücken, um nicht gegen die eigene Verwandtschaft kämpfen zu müssen. Während seines Aufenthalts in Liestal schuf er ein lithographiertes Bildnis von Stephan Gutzwiller und eine Darstellung der Beschiessung Liestals 1831. Gerade unter entgegengesetzten Vorzeichen standen die Arbeiten Jakob Senns, der von Basel aus wirkte: Unter seinen Bildchen und Lithographien zum politischen Geschehen findet sich eine boshafte Karikatur einer Landratssitzung.

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