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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Tollkühne Männer in fliegenden Kisten

«Hühnerkisten» nannte man im Baselbiet die Flugzeuge der ersten Stunde. Die Faszination für die Fliegerei war gross. Am 13. Mai 1911 hatte man erstmals ein Flugzeug über dem Baselbiet gesichtet. Laut der ‹Basellandschaftlichen Zeitung› vom 13. und 16. Mai 1911 war es ein Doppeldecker, der von Basel über Liestal und den Unteren Hauenstein nach Bern gelangen wollte. Bei Läufelfingen aber blieb die Maschine in einem Baum hängen. Wo immer in den kommenden Jahren Flugzeuge zu bestaunen waren, schlugen diese Tausende von Zuschauern in ihren Bann. Auch als Starts und Landungen von Linienflügen auf dem Flugplatz Sternenfeld in Birsfelden bereits tägliche Routine waren, brachten fliegerische Attraktionen noch Menschenmassen auf die Beine. Auf einen Sonntag im Oktober 1930 war angekündigt, dass das Luftschiff Graf Zeppelin in Birsfelden landen würde. Laut dem Berichterstatter der ‹Basellandschaftlichen Zeitung› sollen sich schon Stunden vor dem Ereignis über 50 000 Menschen auf dem Sternenfeld versammelt haben. Das Können der tollkühnen Männer, die mit Hilfe der Technik die Schwerkraft überwanden, löste grosse Bewunderung aus. Selbst Mond und Sterne rückten näher. Als am 21. Juli 1969 tatsächlich der erste Mensch seinen Fuss auf den Mond setzte, registrierten die Elektrizitätswerke im Kanton Basel-Landschaft einen stark erhöhten Stromverbrauch, weil sehr viele Leute das Ereignis am Bildschirm mitverfolgten. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Wunder der Technik noch keinen Glanz eingebüsst.

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