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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Wachstum im Schatten der Stadt

Die Gemeinde Birsfelden verdankt ihre Existenz der günstigen Verkehrslage an der Kantonsgrenze unmittelbar vor den Toren der Stadt Basel. Bis 1875 war Birsfelden ein Teil der Gemeinde Muttenz gewesen, der seit der Kantonstrennung von 1833 einen rasanten Aufschwung genommen hatte. Birsfelden war Zollstation, Herberge für Reisende, die es vorzogen, vor den Stadttoren Rast zu machen, Zufluchtsort für Flüchtlinge, welche die Grenznähe schätzten. Zudem standen in Birsfelden die Pferde bereit, welche an der St.Alban-Steigung Vorspanndienste leisteten. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinien Basel–Olten (1858) und Pratteln–Brugg (1875) verlor Birsfelden seine hervorragende Stellung. Doch dauerte der Einbruch der inzwischen selbständigen Gemeinde nur kurz. Bald schon profitierte sie erneut von ihrer stadtnahen Lage: In ihren Häusern und Strassen lebten mehr und mehr Leute, die in der Stadt Arbeit, aber keine Wohnung gefunden hatten. Um 1900 waren fast die Hälfte der Birsfelder Gebäude Wohnhäuser. Der Rest diente gewerblichen, öffentlichen und landwirtschaftlichen Zwecken. Von den 3614 Einwohnerinnen und Einwohnern, die Birsfelden in diesem Jahr zählte, stammten nur 33 Prozent aus Birsfelden selbst. 21 Prozent waren aus dem übrigen Kanton Basel-Landschaft, 28 Prozent aus der übrigen Schweiz zugezogen. 18 Prozent waren aus dem Ausland zugewandert.

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