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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Sammel- und Offizierslager

Neben den zivilen Flüchtlingslagern (Arbeits- und Schullagern) gab es während des Zweiten Weltkriegs auch vom Militär bewachte so genannte Sammel-, Quarantäne- und Auffanglager, in welche die neu angekommenen Flüchtlinge eingewiesen wurden. Hier mussten sie – von der Aussenwelt völlig abgeschnitten – auf den Entscheid über Aufnahme oder Rückstellung über die Grenze warten. Ein solches Auffanglager befand sich während kurzer Zeit in Langenbruck. Im Baselbiet gab es in zahlreichen Dörfern auch Lager für internierte Militärpersonen, so in Bretzwil, Eptingen, Frenkendorf, Känerkinden, Läufelfingen, Muttenz, Nusshof, Olsberg, Oltingen, Pratteln, Rickenbach, Reigoldswil (Wasserfallen), Rothenfluh, Rümlingen, Sissach, Tenniken, Wintersingen und Zeglingen, im Laufental in Grellingen, Laufen und Röschenz. Die Grösse der Lager variierte: Während im August 1944 in Reigoldswil 70 Militärpersonen interniert waren, befanden sich im Juni 1944 nur vier Personen im Offizierslager in Eptingen. Das Völkerrecht schreibt die Internierung von in ein neutrales Land übergetretenen Truppenangehörigen vor, um zu verhindern, dass sie vor Kriegsende erneut an den Kämpfen teilnehmen können. Auch die ausländischen Militärpersonen arbeiteten im Strassenbau und in der Landwirtschaft.

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