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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Landflucht

Im Bezirk Waldenburg wie in etwas abgeschwächtem Ausmass auch im Bezirk Sissach schlug die Entvölkerung ländlicher Gebiete nach 1850 zu Buche, welche im Kanton bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, zum Teil darüber hinaus, anhielt. In der Zählung des Jahres 1950 wiesen im Bezirk Liestal 6 von 14 Gemeinden weniger Einwohner aus als 100 Jahre zuvor, im Bezirk Sissach 15 von 29 und im Bezirk Waldenburg gar 10 von 15. Im Bezirk Arlesheim war es nur eine einzige, nämlich das damals noch selbständige Biel. Ganz spurlos ging auch an den beiden oberen Bezirken das Wachstum der Hochkonjunktur in den Fünfziger und Sechziger Jahren nicht vorbei. Im Bezirk Sissach konzentrierte es sich zuerst auf die regionalen Zentren Sissach und Gelterkinden, später mehr auf die Vororte des Hauptortes, im Bezirk Waldenburg auf die Industriegemeinden des Waldenburgertales. Nach 1980 machte sich eine leichte Trendumkehr bemerkbar. Die bisherigen Wachstumsgemeinden waren aufgefüllt. Einen eigentlichen Schub erlebten jetzt die kleinen und mittelgrossen ländlichen Orte. Was sich schon in den Siebziger Jahren angekündigt hatte, war jetzt offensichtlich: Mit zunehmender Mobilität wurden die Dörfer des oberen Baselbiets als attraktive Wohnorte entdeckt. Das Gewicht begann sich wieder etwas zu Gunsten der oberen beiden Bezirke, besonders Sissachs, und zu Ungunsten des Bezirks Arlesheim zu verlagern. Dessen Bevölkerung ist innerhalb der alten vier Bezirke (ohne Laufen) bis 1997 auf einen Anteil von 59 Prozent zurückgegangen.

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