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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Baselbieter Mittelparteien I

Die erste Partei, die während der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts im politischen Mittelfeld auftrat, war die Evangelische Volkspartei (EVP). Sie entstand 1921. Die Evangelische Volkspartei störte sich an der «Politik des Klassenkampfes und Hasses», die aus ihrer Sicht linke wie rechte Parteigänger förderten, und beteiligte sich 1923 erstmals an den Landratswahlen. In den 1930er-Jahren verbündete sie sich mit anderen Parteien der Mittelgruppe und ging schliesslich in der Demokratischen Partei auf. Erst in den 1960er-Jahren trat sie wieder als selbständige Partei in Erscheinung. 1923 meldete sich erstmals die dissidente Freisinnige Partei zu Wort. Sie hatte sich in Liestal aus kommunalen Streitigkeiten heraus gebildet und formierte sich nun auch auf der kantonalen Ebene. Sie nährte ihre Kraft aus der distanzierten Haltung der Wählenden gegenüber den Parteien, bekundete sie doch die Absicht, dem Partei- und Politikerfilz an den Kragen zu gehen. Mit einer Volksinitiative setzte sie 1926 durch, dass der inzwischen auf 102 Köpfe angewachsene Landrat auf 80 Volksvertreter reduziert wurde. 1929 ging ihr die Unterstützung der Zeitung ‹Landschäftler› verloren. Zudem schwächten sie interne Querelen. Wenig später löste sie sich auf. In den 1940er-Jahren trat mit der Freien Demokratischen Vereinigung erneut eine freisinnige Dissidentengruppe auf.

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