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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Christoph Rolle-Strübin (1806-1870)

Rolle, am 14. Januar 1806 in Lausen geboren, erhielt zusätzlichen Privatunterricht vom Pfarrer. Dieser empfahl ihn ans Muttenzer Lehrerseminar. Rolle absolvierte den Unterricht mit Erfolg und trat 1827 als Lehrer in den Dienst der Gemeinde Muttenz. 1828 heiratete er Margaretha Strübin aus Liestal. Den Lehrerberuf hängte er 1844 an den Nagel. Fortan brachte er sich und seine Familie als Geschäftsmann durch. Seine erste Frau starb 1865. Politisch stand Rolle in der Opposition. Er war einer der Hauptführer der so genannten Chnorzi, welche jeden Ausbau der staatlichen Einrichtungen hintertrieben. Seine weitläufigen Geschäftskontakte und sein gutes taktisches Gespür und erlaubten Rolle zu Beginn der Sechziger Jahre, die Revi-Bewegung in Gang zu setzen. Er nahm die verbreitete Unzufriedenheit und baute eine schlagkräftige Organisation auf, welche die Verfassungsrevision erfolgreich durchsetzte. Christoph Rolle litt zunehmend an krankhaften Wahnvorstellungen und fürchtete, von seinen politischen Gegnern ermordet zu werden. Er getraute sich nur noch bewaffnet unter die Leute. 1865 beendete er einen Streit mit Messerstichen, kurze Zeit nach der Ermordung des amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln, die Rolles Furcht gesteigert hatte. Nach dem Prozess zog sich Rolle aus der Politik zurück. Krank und verbittert starb er – von seiner zweiten Frau Anna Maria Leuenberger gepflegt – am 25. August 1870.

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