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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Kirchen und Klöster

Die früheste christliche Kirche, die Bischofskirche in Kaiseraugst, stammt aus dem späten 4. Jhd. n. Chr. Weitere Kirchen wurden auf dem Land ab dem 7. Jhd. errichtet. Sie dienten vermutlich als Andachtsort vornehmer Familien, als so genannte Eigenkirchen. Ungefähr von 700 n. Chr. an häuften sich die Gründungen von Landkirchen, die nun wahrscheinlich als Gemeindekirchen genutzt wurden. Fast jedes bedeutende Dorf besass im Spätmittelalter eine Kirche oder zumindest eine Kapelle. Zu einer Pfarrkirche gehörten Filialkirchen in benachbarten Gemeinden, die zusammen eine Kirchgemeinde bildeten. Die Kirchgemeinde strebte danach, die Verwaltung des Kirchenguts weitgehend zu kontrollieren, um die kultische Versorgung zu sichern. Die erste Klostergründung im Umland des heutigen Kantons Basel-Landschaft ging auf die grosse religiöse Reformbewegung des 10./11. Jhds. n. Chr. zurück. Um 1100 wurde in Beinwil ein Benediktinerkloster gegründet, in der Mitte des 12. Jhds. im Schönthal bei Langenbruck ein zweites. Bis ins 15. Jhd. folgten Gemeinschaften z.B. in Aesch, Muttenz und auf der Schauenburg. Die meisten Klöster wurden von Adligen gestiftet, welche sie auch als Begräbnis- und Gedächtnisstätte nutzten. Auch wirtschaftlichen Nutzen warfen die Klöster ab, durch die Rodung und Bewirtschaftung von Land sowie den Abbau und die Verhüttung von Eisenerz.

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