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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Zunahme der Arbeitskonflikte

In der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts häuften sich die Konflikte zwischen Belegschaften und Unternehmern. Das kantonale Einigungsamt hatte alle Hände voll zu tun. Grössere Streikbewegungen Anfang der 1920er-Jahre betrafen beispielsweise die Firmen BBC in Münchenstein (1920), Handschin & Ronus (Hanro) in Liestal (1920), Oris in Hölstein (1921) und Buss AG in Pratteln (1923). Wieder wurde hauptsächlich um den Lohn gestritten. Immer mehr aber forderten die Streikparolen auch bessere Arbeitsbedingungen oder den Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen. In den Dreissiger Jahren, während der Weltwirtschaftskrise, nahm die Heftigkeit der Arbeitskonflikte nochmals zu. Selbst Arbeitskräfte, die in kantonalen Arbeitsbeschaffungsprogrammen eingesetzt wurden, nahmen den Kampf auf. So streikten zum Beispiel 1933 die Notstandsarbeiter in Pratteln, wo man in Kanalisationsprojekten Arbeitsmöglichkeiten schuf, für höhere Minimallöhne und bessere Ausrüstung. Überhaupt waren die Arbeitslosen in den Dreissiger Jahren gut organisiert und politisch aktiv. 1935 reichte eine Basellandschaftliche Arbeitslosenkommission dem Landrat eine Petition mit 1075 Unterschriften ein. Diese verlangte zusätzliche Unterstützung für ausgesteuerte Arbeitlose.(1)

(1) Landratsprotokoll vom 3. Oktober 1935

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