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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Gewerbeverein Liestal und Umgebung

Liestal als Verkehrs- und vor allem als Marktort war seit altersher, bedingt durch seine zentrale Lage, ein Handwerkerstädtchen. Zur gleichen Zeit, in welcher sich ein gesamtschweizerischer Gewerbeverein konstituierte, wurde in Liestal zum ersten Mal eine Gewerbeausstellung durchgeführt. Dass, wie Johannes Kettiger bekannt gab, über 100 Aussteller vertreten waren, zeigt, wie wenig präzise der Begriff des Gewerbes verwendet werden konnte. In diese Richtung deutet auch die Bezeichnung des Vereins, den Kettiger 1855 aus der Taufe hob: des Gewerbe- und Industrievereins.(1) 20 Jahre später nannte er sich um in Gewerbeverein Liestal, zu welchem sich 83 Mitglieder zusammenschlossen. Sie versuchten damit den 1862 als Zwischenlösung entstandenen Handwerker- und Gewerbeverein auf neue Grundlagen zu stellen. Die Geschichte des Gewerbes im Baselbiet zeigt einen ähnlichen Verlauf wie die schweizerische. Die vielen Zollstationen sowie die verschiedenen Masse und Münzen in der Schweiz boten Anlass genug, über die Beschränkungen des Gewerbes nachzudenken. Erst recht befördert wurde der Zusammenschluss durch die Krisenjahre um 1845. Teuerung, Verdienstlosigkeit, Zollsperren des Auslandes taten das ihre, dass 1847 ein Eidgenössischer Gewerbeverein entstand. 1849 wurde er ein zweites Mal gegründet, und schon 1850 gab es Pläne, ihn wieder aufzulösen. Während der 1870er-Jahre schliefen die Tätigkeiten wieder ein. Erst die neuerliche Gründung von 1879 hatte einen bleibenden Erfolg.

(1) Heimatkunde Liestal, Liestal 1970, S. 196

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