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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Identitätsfragen (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Vereinslandschaft

Anfänge der Elektrifizierung

Strom gab es in der Schweiz schon eine geraume Zeit, ehe er im Baselbiet durchgesetzt werden konnte. 1840 stellte die Firma Escher-Wyss die ersten Turbinen zur Stromerzeugung her. Bis in die 1880er-Jahre beschränkte sich die Anwendung des Starkstroms mehrheitlich auf die Beleuchtung. Im Baselbiet wurde die Elektrizität zum ersten Mal bei einem Grossanlass, dem Kantonalgesangsfest vom Mai 1882 in Gelterkinden, angewandt sowie für die elektrische Strassenbeleuchtung in Liestal. Dieser Anwendungsbereich verschaffte ihr eine beachtliche Publizität. Elektrizität eignete sich noch nicht für den privaten Gebrauch. Sie war eine Sensation, exklusiv und teuer. Pionier der Elektrifizierung des Baselbiets war Friedrich Eckinger. Er arbeitete für die Elektrizitäts-Gesellschaft Alioth in Münchenstein. Auf Anregung von Stephan Gschwind fand am 19. April 1897 die Gründungsversammlung der Genossenschaft Elektra Birseck statt. Auch im Bezirk Sissach kam es 1898 zur Gründung einer Elektro-Genossenschaft. Die Stromversorgung durch das Elektrizitätswerk Olten-Aarburg scheiterte an der Frage des Preises. Im Unterschied zur Elektra Birseck ging es aber nicht um die Herstellung, sondern lediglich um die Verteilung des Stromes, der im Falle der Elektra Sissach-Gelterkinden von den Kraftübertragungswerken Rheinfelden bezogen wurde. Im Bezirk Liestal regten sich ebenfalls – nicht zuletzt unter Beteiligung von Stephan Gschwind – Stimmen, welche eine Genossenschaft zur Stromverteilung anstrebten. Am 27. November 1898 wurde die Elektra Baselland gegründet.

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