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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Wohnen und Fahren (Nebentext)
Ergänzender Artikel zu:
Agglomerationsbildung

Hochhäuser

Eine der ersten dreistöckigen Wohnblockanlagen im Kanton entstand Anfang der 1930er-Jahre in Birsfelden. Sie mutete städtisch an und setzte einen neuen Akzent ins Dorfbild. Für das heutige Siedlungsbild entscheidend aber sind die Wohnbauten, welche nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Auf der grossen Ebene zwischen Hafen und Schleuse einerseits, Hardwald anderseits entstanden weitläufige Wohnblock- und Hochhausquartiere. Die Bauten am Rheinpark, am Stausee und auf dem Sternenfeld ragten imposant aus der weiten Ebene und setzten städtebauliche Akzente. Auch im alten Kern der neuen Stadt wichen alte Bauten neuen Hochhäusern. So verschwand zum Beispiel das alte Gasthaus Bären und machte dem klotzigen Bären-Center Platz. Die neue Bauweise, die sich vermehrt in die Höhe statt in die Breite ausdehnte, fand anfänglich nicht nur Zustimmung. Um die ersten Hochhäuser Birsfeldens entbrannte in den 1950er-Jahren eine heftige Debatte. Birsfeldens Zukunft liege in der Höhe, meinte zum Beispiel ein Befürworter 1953 in der ‹Basellandschaftlichen Zeitung›. Mit einem Hochhaus werde Birsfelden ein neues Wahrzeichen erhalten und sich vom Vorort zur städtischen Siedlung erheben. Anderer Ansicht waren die Gegner von Hochbauten. Diese führten zu einer Verschandelung der Landschaft, entgegnete einer von ihnen in der gleichen Ausgabe der ‹Basellandschaftlichen Zeitung›. Zudem widersprächen Hochhäuser den gültigen Bauvorschriften.(1) Wie das Siedlungsbild Birsfelden dokumentiert, ging die Auseinandersetzung schliesslich zu Gunsten der Hochbauten aus.

(1) Basellandschaftliche Zeitung, 22. Januar 1953

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