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Geschichte des Kantons Basel-Landschaft – Krankenhaus und Klinik
Rundgang

Gesundheitspolitik

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Krankenhaus und Klinik

Für den Neubau eines Spitals als medizinischer Anstalt setzten sich verschiedene Persönlichkeiten ein: Martin Birmann, die Ärzte Johann Jakob Baader, Bezirksarzt von Sissach und 1866 bis 1869 Nationalrat, und Franz Eduard Fries, der politische Flüchtling aus Deutschland, Arzt zuerst in Reinach und dann in Sissach. Birmann liess auf eigene Rechnung Pläne erarbeiten, welche er dem Regierungsrat schenkte. Nach nur zwei Jahren Bauzeit konnte 1877 das neue Spital, jetzt ein richtiges Krankenhaus, seine Tore öffnen. Nach 20 Jahren Betrieb wurde es 1897 erstmals erweitert. Nach und nach wurde es erneuert und umgebaut: elektrisches Licht, Telefon und fliessendes Wasser, all das hatte es am Anfang nicht gegeben. Auch das alte Spital wurde mehrmals umgebaut. Das ehemalige Siechenhaus wurde in privaten Besitz gegeben und 1955 abgerissen. Wesentlichster Schritt auf dem Weg zur sanitätspolitischen Moderne war die Inbetriebnahme einer eigenen psychiatrischen Anstalt. Die Hasenbühl genannte Klinik wurde 1934 eröffnet. So widerspiegelt die Baugeschichte der verschiedenen Institutionen die Differenzierung der medizinischen Versorgung. Dies lässt sich auch am Neubau des Kantonsspitals Liestal von 1962 und am nur wenig später erfolgten Bau des Kantonsspitals Bruderholz wie auch am Bau des neuen Hasenbühls 1974 weiterverfolgen.

Ergänzende Texte zum Thema
Autor: Martin Leuenberger; Redaktion: Daniel Hagmann
www.geschichte.bl.ch, Kategorie: Gesellschaft, Rundgang: Gesundheitspolitik
Dieser Text stammt aus: Nah dran, weit weg. Geschichte des Kantons Basel-Landschaft, Band fünf, Liestal: Verlag des Kantons Basel-Landschaft 2001 (Kapitel Gesundheit und Krankheit, S. 131-138).
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