Existenzielle Fragen
Was war, als die Erde wüst und leer war? Seit wann gibt es Natur? Wann begann Landschaft? Wann ist der Anfang der Landschaft des heutigen Kantons Basel-Landschaft anzusetzen? Kann Landschaft überhaupt beginnen und aufhören? Was war, bevor Menschen da waren? Gibt oder gab es Landschaft und Natur ohne Menschen? Setzt das Reden von Landschaft und Natur nicht immer auch den Menschen und seine Erzeugnisse voraus? Wäre somit der berühmte Faustkeil von Pratteln nicht nur das erste Zeichen menschlicher Zivilisation in unserem Gebiet, sondern auch der Beginn der Landschaft? Die Fragen nach der weit zurückliegenden Vergangenheit provozieren sogleich jene nach der fernen Zukunft: Was wird im Gebiet des heutigen Kantons Basel-Landschaft in 10 000 Jahren sein? Werden wieder Eiszeiten ins Land gegangen sein? Oder wird das Klima subtropisch sein? Oder, um noch weiter auszuholen: Was wird sein, wenn die Sonne verglüht sein wird? Wann wird das sein? Gibt es dann noch Menschen? Welches Antlitz wird die Erde zu jenem fernen Zeitpunkt zeigen? Lauter grundsätzliche Fragen, uralte Fragen. Nicht umsonst fällt einem die Bibel ein, das erste Buch Moses aus dem Alten Testament. Der Schöpfungsbericht führt einen innerhalb von wenigen Zeilen vom Uranfang, von der wüsten und leeren Erde, zum Menschen, der sich die Erde untertan machen soll.
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