Anläufe zur Wiedervereinigung
«Die beiden Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft vereinigen sich wieder zu einem einzigen Kanton Basel», so lautete der zentrale Satz des Initiativbegehrens, das der Wiedervereinigungsverband am 21. Oktober 1932 gleichzeitig in der Stadt und auf der Landschaft lancierte.(1) Die Idee zur Wiedervereinigung der beiden Basel war nicht neu. Seit der Kantonstrennung 1832/1833 waren Vorschläge zur Wiedervereinigung immer wieder aufgetaucht. So hatte zum Beispiel Jakob Freivogel, der Gemeindejoggeli aus Gelterkinden, schon 1840 geschickt auf die Wiedervereinigung mit der «Grossmutter» Basel-Stadt angespielt. Und auch Christoph Rolle, der Anführer der Revi-Bewegung in den 1860er-Jahren, wusste mit der in einzelnen Teilen des Kantons populären Wiedervereinigung Anhänger zu werben. 1887 hatte dann Emil Richard aus Arlesheim, Obergerichtsschreiber in Liestal, die Eingemeindung der Vororte Basels in die Stadt verlangt, was in der Konsequenz auf eine Wiedervereinigung hinausgelaufen wäre. 1906 schliesslich war die Forderung nach Wiedervereinigung aus dem Umkreis ehemaliger Mitstreiter des Bauern- und Arbeiterbundes zu vernehmen. Als ihr Sprecher trat Karl Adolf Brodtbeck auf, der ehemalige Kampfgefährte Stephan Gschwinds und spätere sozialdemokratische Nationalrat und Bundesrichter.(2)
(2) E. Baldinger: Geschichte der Wiedervereinigungsbestrebungen beider Basel, Binningen 1925
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