Missionsstationen im Baselbiet
Für die katholischen Gläubigen in den reformierten Gemeinden des unteren Baselbietes waren lange der Pfarrer in Arlesheim und sein Vikar zuständig. Auf ihre Initiative machte sich im Jahre 1869 eine Gruppe von Katholiken in Birsfelden an den Bau einer eigenen Kirche. Ein Jahr später wurde die so genannte Missionsstation eingeweiht und als zivilrechtliche Körperschaft ein Katholischer Verein der Missionsstation Birsfelden-Neuewelt gegründet. Im Verlaufe der nächsten Jahrzehnte entstanden weitere katholische Diasporagemeinden in Binningen 1890, in Sissach 1893 und in Münchenstein 1907. Der Bau der Kirchen und ihr Unterhalt sowie die Besoldung der Pfarrer erforderten jeweils beträchtliche finanzielle Mittel, welche die neuen Pfarreigenossenschaften von sich aus nicht aufbringen konnten. Sie waren auf Zuwendungen angewiesen. Oft waren es vermögende Gemeindemitglieder, welche sich für die entstehenden Gemeinden finanziell stark engagierten, das Bauland unentgeltlich zur Verfügung stellten und folglich auch bestimmende Positionen in den Gemeinden ausfüllten. Unabdingbar aber war die Unterstützung aus den katholischen Stammlanden, vermittelt vor allem durch die 1863 entstandene Inländische Mission, welche sich die Förderung der katholischen Diasporagemeinden zum Ziel setzte. Aus der katholischen Innerschweiz und Ostschweiz stammten im Übrigen meist auch die Pfarrer, welche diese Gemeinden betreuten.
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